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		<title>Esst mehr Obst!</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 14:15:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerGoaner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe 5]]></category>
		<category><![CDATA[FDAE]]></category>
		<category><![CDATA[Front deutscher Aepfel]]></category>
		<category><![CDATA[Lukas Rosenkranz]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie die „Front deutscher Äpfel“ versucht, den Nazis in Sachsen Widerstand zu leisten.

„Was gibt der deutschen Jugend Kraft?“ – „Apfelsaft, Apfelsaft!“ So schallt es aus einem Block schwarz gekleideter Gestalten. Im Nazi-Outfit und mit Nazi-Frisuren marschieren sie strammen Schrittes durch deutsche Städte. Doch bei näherer Betrachtung der Gestalten wird man stutzig. Statt mit einem Hakenkreuz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table><tr><td><p style="padding-top: 0pt;"><strong>Wie die „Front deutscher Äpfel“ versucht, den Nazis in Sachsen Widerstand zu leisten.</strong></p>
<p><img class="aligncenter" title="Front deutscher Aepfel" src="http://web.me.com/thomastrust/Archiv_2009/DER_GOANER_Archiv_2009/Eintr%C3%A4ge/2009/3/4_Esst_mehr_Obst%21_files/shapeimage_1.png" alt="" width="596" height="354" /></p>
<p>„Was gibt der deutschen Jugend Kraft?“ – „Apfelsaft, Apfelsaft!“ So schallt es aus einem Block schwarz gekleideter Gestalten. Im Nazi-Outfit und mit Nazi-Frisuren marschieren sie strammen Schrittes durch deutsche Städte. Doch bei näherer Betrachtung der Gestalten wird man stutzig. Statt mit einem Hakenkreuz sind ihre Armbinden mit Äpfeln bedruckt, sie folgen auch keinem glatzköpfigen, rot angelaufenen Mann, sondern einem mit schiefsitzendem, schwarzem Sturmhelm. Nach Aussagen dieses Mannes folgt ihm „der einzig wirklich gut aussehende schwarze Block, sie seien schlau, pfiffig und frisch geduscht“. Und wie es sich für einen guten, deutschen Mann gehört, wird dabei auch schon mal „Der Führer“ auf einem Sessel getragen, während er versucht, die übrige Bevölkerung mit seinem Megafon von seiner Sache zu überzeugen. Während sie ihre Parolen kundgeben, verteilen sie „Propagandazettel“, auf denen sie „Südfrüchte raus!“ oder „Weg mit faulem Fallobst!“ fordern. Ihr erklärtes Ziel ist die Reinerhaltung des deutschen Apfels. Kein deutsches Kind soll ohne den Genuss von ihm aufwachsen. Die Nazis dabei zu provozieren und lächerlich zu machen ist das oberste Ziel. „Wir hatten keine Lust mehr auf die üblichen Latschdemos, wir wollten zeigen, dass man damit auch ganz anders umgehen kann. Man kann sich darüber nämlich auch totlachen.“ Deshalb formierte sich 2004 die „Front Deutscher Äpfel“ in Leipzig. „Die einzige wirklich nationale Bewegung“ provoziert seitdem die Nazis und belustigt dabei die restliche Bevölkerung. Gewalt ist dabei für die „Apfelfront“ keine Alternative, stören Nazis die Märsche der FDÄ mit ihren „braunen Parolen“, singt die Apfelfront einfach geschlossen „Ihr habt den Krieg verloren, ihr habt den Krieg verloren, ihr habt, ihr habt den Krieg verloren“. Doch so ehrenhaft ihre Absichten auch sind, es gibt durchaus Kritiker der Organisation. Sie seien respektlos gegenüber den Opfern des Dritten Reiches – man müsse sich ernsthaft mit der rechten Szene auseinandersetzen. Natürlich reicht es nicht aus, die Rechten zu parodieren, man muss auch ernsthaft die Grundlagen des rechten Problems bekämpfen. Mittlerweile umhüllt diese Szene allerdings eine Aura der Unantastbarkeit: Versuche die NPD zu verbieten oder „den rechten Sumpf auszutrocknen“ scheiterten kläglich. Dieser hat vor allem auf Jugendliche eine unglaubliche Anziehungskraft. Um diese „Aura der Unverwundbarkeit“ zu schwächen, muss man deutlich zeigen, was von rechten Parolen und Ideen zu halten ist. Am eindringlichsten geht dieses durch die grenzenlose Übertreibung der einfältigen rechten Parolen. Wer wüsste, wie die Geschichte verlaufen wäre, hätte schon früher den Mut gefunden, Rechtsradikale in der Öffentlichkeit zu „veräppeln“. Also seht das nächste Mal genauer hin, wenn ihr einen vermeintlichen Naziaufmarsch seht. Vielleicht geht es dabei auch nur um unseren geliebten, deutschen Apfel.</p>
</td></tr></table>]]></content:encoded>
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		<title>Die grosse Abhaengigkeit</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 14:07:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerGoaner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe 5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Heine]]></category>

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		<description><![CDATA[
Von Jan Heine
Die in den USA begonnene Krise wirkt sich auf die gesamte Weltwirtschaft aus. Ist die Marktwirtschaft zu liberal?

An der aktuellen Finanzkrise lässt sich deutlich erkennen, wie stark einzelne Staaten voneinander abhängig sind. Infolge der Globalisierung sind die Märkte einzelner Nationen und Kontinente immer enger verschmolzen, so auch die Finanzmärkte. Nur so konnte sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table><tr><td><div>
<p style="padding-top: 0pt; text-align: right;"><em>Von Jan Heine</em></p>
<p style="padding-top: 0pt;"><strong>Die in den USA begonnene Krise wirkt sich auf die gesamte Weltwirtschaft aus. Ist die Marktwirtschaft zu liberal?</strong></p>
<p><img class="aligncenter" title="Geldschein" src="http://web.me.com/thomastrust/Archiv_2009/DER_GOANER_Archiv_2009/Eintr%C3%A4ge/2009/3/4_Die_gro%C3%9Fe_Abh%C3%A4ngigkeit_files/shapeimage_1.png" alt="" width="598" height="354" /></p>
<p>An der aktuellen Finanzkrise lässt sich deutlich erkennen, wie stark einzelne Staaten voneinander abhängig sind. Infolge der Globalisierung sind die Märkte einzelner Nationen und Kontinente immer enger verschmolzen, so auch die Finanzmärkte. Nur so konnte sich eine in den USA beginnende Krise auf die gesamte Weltwirtschaft auswirken und sie in eine ungeahnte Rezession führen. Der Schluss, dass die Marktwirtschaft zu liberal ist und versagt hat, fällt also nicht schwer. Man muss sich also nicht nur fragen, wie man am besten mit einer solchen Situation umgehen soll, sondern auch, wie man sich in Zukunft vor derartigen Zusammenbrüchen schützen kann. Ist es richtig, an der heutigen Wirtschaftsform festzuhalten, oder soll man die Freiheiten des Marktes einschränken, um in einem verwirrten System den Überblick zu behalten?</p>
<p>Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, darf man nicht nur Deutschland alleine, sondern muss die globalen Märkte in ihrer Gesamtheit betrachten. Der deutschen Marktwirtschaft mehr Regeln aufzuerlegen wäre in einem  so global vernetzten System nicht nur zwecklos, sondern würde die Position deutscher Unternehmen im internationalen Wettbewerb verschlechtern. Denn eine Einschränkung der Freiheiten eines Unternehmens beschränkt auch seine Gewinnchancen und Produktivität, die wiederum der Allgemeinheit zu Gute kommen. Ein nachhaltiger Effekt lässt sich also nur durch die Einführung  global geltender Regeln erzielen. Klima- und Umweltschutzvorschriften haben zum Beispiel nur einen Sinn, wenn sie von allen wirtschaftlich relevanten Staaten akzeptiert und umGesetz werden.</p>
<p>In Deutschland leben wir in einer sozialen Marktwirtschaft. Das heißt, dass die liberale Marktwirtschaft bereits Regeln unterliegt, die auf lange Zeit hin das soziale Gleichgewicht stabil halten sollen. Die Einhaltung dieser Regeln wird allerdings nur bedingt kontrolliert, und Unternehmen versuchen sie zu umgehen, indem sie gezielt Gesetzeslücken suchen und diese zum eigenen Vorteil ausnutzen.</p>
<p>In der Vergangenheit hat man beispielsweise versucht Basel II zu umgehen – eine Regelung, die vorsieht, dass jede Bank bei der Vergabe von Krediten über ein bestimmtes Mindesteigenkapital verfügen muss –, indem man die Kredite in für diesen Zweck gegründete Gesellschaften ausgegliedert hat. So muss die Bank die vergebenen Kredite nicht mehr in ihrer Bilanz aufführen und kann weitaus mehr Kredite vergeben als erlaubt. Das System funktioniert allerdings nur, solange die Kredite auch zurückgezahlt werden können. Ist dies nichtmehr der Fall, droht ein Bankrott. Nachdem viele Kredite wegen der fallenden Immobilienpreise in den USA ausgefallen sind, befanden sich Banken aus aller Welt in einer unangenehmen Lage.</p>
<p>Kein Gesetz, keine Regel ist perfekt, es wird immer Lücken und Wege geben, es zu umgehen. Zu versuchen, jede Lücke mit einem neuen Gesetz zu schließen, ist sehr aufwendig und erfordert sehr viel Bürokratie. Außerdem wird die Überwachung des immer komplexer werdenden Systems zunehmend schwerer. Desweiteren besteht die Gefahr, dass man sich durch zu starkes Eingreifen des Staates in den Markt einer Planwirtschaft nähert. Dass der Staat nicht in der Lage ist, die Wirtschaft erfolgreich zu lenken, haben nicht zuletzt die Landesbanken gezeigt, die in der Finanzkrise diejenigen waren, die sich mit am meisten verspekuliert haben. An die staatsgelenkte Wirtschaft der DDR ist gar nicht zu erinnern.</p>
<p>Vielmehr ist es nötig, an die Moral der Manager zu appellieren und verantwortungsloses Verhalten härter zu bestrafen. Manager müssen für essentielle Fehler mit ihrem eigenen Kapital  haften. Gewinne zu privatisieren und Verluste zu verstaatlichen, ist auf die Dauer nicht zu finanzieren. Der Staat kann und soll nicht für Fehler, die im Management wichtiger Unternehmen gemacht werden, aufkommen – das würde nicht nur gegen die Grundsätze einer sozialen Marktwirtschaft verstoßen, sondern auch die verantwortungslose Denkweise der Unternehmen unterstützen.</p>
<p>In der Wirtschaft lässt nicht alles durch Gesetze steuern. Die in Deutschland geltenden Gesetze sind ausreichend und schützen, sofern sie beachtet werden, auch vor Krisen. Daher ist es nicht erforderlich, weitere Regeln einzuführen, sondern die Einhaltung der bereits bestehenden Regeln zu überwachen.</p></div>
</td></tr></table>]]></content:encoded>
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		<title>Was ist eigentlich&#8230;ein Arschleder?</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 14:02:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerGoaner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe 5]]></category>
		<category><![CDATA[Was ist eigentlich?]]></category>
		<category><![CDATA[Arschleder]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Voelker]]></category>

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		<description><![CDATA[

Von Ulrich Voelker
Als Arschleder bezeichnet man ein meist dreieckiges Tuch aus Leder, mit dem sich Bergmänner ihren Unterleib umwickelten. Es war ein wichtiger Bestandteil ihrer Kleidung und diente dazu, dass der Hosenboden bei der Arbeit weder zerrissen noch durchnässt wurde. Eine besondere Schutzfunktion erhielt das Arschleder bei der Einfahrt in den Schacht. Nach ihm benannt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table><tr><td><div style="padding: 0px;">
<div>
<p style="padding-top: 0pt; text-align: right;"><em><img class="aligncenter" title="Arschleder" src="http://web.me.com/thomastrust/Archiv_2009/DER_GOANER_Archiv_2009/Eintr%C3%A4ge/2009/3/4_Was_ist_eigentlich..._ein_Arschleder_files/shapeimage_1.png" alt="" width="598" height="354" />Von Ulrich Voelker</em></p>
<p style="padding-top: 0pt;">Als Arschleder bezeichnet man ein meist dreieckiges Tuch aus Leder, mit dem sich Bergmänner ihren Unterleib umwickelten. Es war ein wichtiger Bestandteil ihrer Kleidung und diente dazu, dass der Hosenboden bei der Arbeit weder zerrissen noch durchnässt wurde. Eine besondere Schutzfunktion erhielt das Arschleder bei der Einfahrt in den Schacht. Nach ihm benannt wurde auch der so genannte Arschledersprung, eine Zeremonie zur Einführung neuer Bergmänner in ihren Beruf, bei dem der Anwärter erst auf einem Bierfass stehend ein Bierglas leeren und anschließend vom Fass über ein in die Höhe gehaltenes Arschleder  hinunterspringen musste. Ein Arschleder tragen auch zahlreiche Räuchermännchen und Nussknacker aus dem Erzgebirge, die besonders in der Weihnachtszeit immer wieder gern gesehen sind.</p>
</div>
</div>
</td></tr></table>]]></content:encoded>
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		<title>Imageverlust der Zauberkunst</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 13:51:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerGoaner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe 5]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Luft]]></category>
		<category><![CDATA[Uri Geller]]></category>
		<category><![CDATA[Zauberkunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Sebastian Luft
Was abends auf Pro7 läuft, ist bloß billiger Hokuspokus, findet Sebastian Luft. Ein Kommentar
 
Respekt, Uri! Unser Löffelbieger hat es mal wieder geschafft. Es ist doch erstaunlich, wie viele Menschen sich von diesem Blödsinn wie magisch angezogen fühlen. Oder ist es der Horrorfilmeffekt: Man will es eigentlich nicht sehen, aber weggucken kann mach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table><tr><td><p style="padding-top: 0pt; text-align: right;"><em>Von Sebastian Luft</em></p>
<p style="padding-top: 0pt;"><strong>Was abends auf Pro7 läuft, ist bloß billiger Hokuspokus, findet Sebastian Luft. Ein Kommentar</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Respekt, Uri! Unser Löffelbieger hat es mal wieder geschafft. Es ist doch erstaunlich, wie viele Menschen sich von diesem Blödsinn wie magisch angezogen fühlen. Oder ist es der Horrorfilmeffekt: Man will es eigentlich nicht sehen, aber weggucken kann mach auch nicht? Wie auch immer, die Tatsache, dass nun schon die zweite Staffel  ausgestrahlt wird, zeigt, wie gut das Konzept der Massenverschaukelung aufgeht. Denn mit Verlaub: Ich gehe nicht davon aus, dass die Herren von Pro7, wie anscheinend einige Zuschauer an das Paranormale glauben, sondern sich lediglich an Einschaltquoten und den damit verbundenen Werbeeinnahmen orientieren.  Diese sind im Übrigen lange nicht so gut wie noch bei der ersten Staffel. 2,21 Millionen Zuschauer (1. Folge der 2. Staffel) kann man schon als desaströs bezeichnen. Keine Folge der 1. Staffel hatte so niedrige Einschaltquoten. Vielleicht musste auch deshalb einer der Akteure bereits in der 2. Folge sehr medienwirksam fast ersaufen – als kleiner PR-Gag sozusagen – um die Einschaltquoten anzukurbeln (reine Spekulation meinerseits, ich will ja niemandem etwas unterstellen).</p>
<p><img class="aligncenter" title="Uri Geller" src="http://web.me.com/thomastrust/Archiv_2009/DER_GOANER_Archiv_2009/Eintr%C3%A4ge/2009/3/4_Imageverlust_der_Zauberkunst_files/shapeimage_1.png" alt="" width="597" height="354" /></p>
<p>Wer sich nun mehr oder minder ernsthaft mit der Zauberei  auseinandersetzt, wird feststellen, dass die Fähigkeiten der Kandidaten doch sehr begrenzt sind. Zum Thema Gedankenlesen: Denk bitte ganz spontan an ein Musikinstrument. Okay… ich würde wetten, dass es eine Geige war. Nein? Herzlichen Glückwunsch, du gehörst zu den 10 Prozent der Menschen, die nicht an eine Geige denken. Denk mal an ein Werkzeug&#8230; – Hammer? Wer sich mehr dafür interessiert, sollte sich mal mit Darren Brown auseinandersetzen. Zum Beispiel seinen Namen bei YouTube eingeben.</p>
<p>Es reicht einfach nicht mehr, mit dritt- und viertklassigen Illusionen aufzutreten, zumindest nicht live und im Fernsehen. Wenn jemand bei seinem Auftritt von vier Versuchen zweimal daneben liegt, zeigt das lediglich, dass hier offensichtlich nicht die Bereitschaft besteht, einmal anständig zu üben. Es zeugt aber auf keinen Fall von übermenschlichen Fähigkeiten, das ganze sieht nur verdächtig nach einer Quizshow aus – so nach dem Motto „Ich hab keine Ahnung, was der Zuschauer sich ausgesucht hat, aber ich rate mal, oder noch besser – ich möchte jemanden anrufen“. Aber wen? Vielleicht einen Profi?</p>
<p>Wirft man eine Blick in die USA, so stellt man fest, dass die werten Kandidaten, die hierzulande auftreten, eher wie eine Hobbytheatergruppe wirken, im Vergleich zu den Leuten vom Globe Theater. Illusionisten wie zum Beispiel David Blaine spielen einfach in einer ganz anderen Liga und – was noch viel wichtiger ist – behaupten nicht, wirklich in der Lage zu sein, mit anderen Welten zu kommunizieren, mystischen Energien wahrzunehmen, oder sonst zu irgendeinem Hokuspokus fähig zu sein. Auf den Punkt gebracht hat dies Criss Angel (amerikanischer Zauber, der wirklich Ahnung von dem hat, was er macht). Er war in der amerikanischen Version von The Next Uri „Löffelbieger“ Geller sozusagen als Gastmagier anwesend. Als einer der Kandidaten behauptete, er würde mit den Toten kommunizieren, um einen Gegenstand in einem Briefumschlag zu identifizieren, und auch nicht von dieser Behauptung abrücken wollte, zog Criss Angel  spontan einen Briefumschlag aus der Tasche und bot dem Kandidaten eine Million US-Dollar an, wenn er ihm sagen könne, was in dem Umschlag sei. Konnte er natürlich nicht. Wie auch. Wer Interesse hat, kann sich das ganze einmal auf YouTube angucken (Criss Angel vs. Jim Callahan).</p>
<p>Die Fähigkeiten der „Mentalisten“ dahingestellt, schadet die Show auch sonst auf verschiedenste Art und Weise der Zauberkunst als Kunstform. Denn es sollte wesentlich mehr dazu gehören, einen Zuschauer zu unterhalten, als nur spektakuläre „Live-Experimente“, die zu allem Überfluss dann auch noch auf erbärmliche Art und Weise schief gehen. Erst wenn das Stück auch Kunst ist, ist es ein Kunststück. Die Show rückt das Bild des klassischen Zauberkünstlers, das sich in den letzten Jahren ohnehin verändert und modernisiert hat, in ein absolut falsches und teilweise lächerliches Licht. Und nein, auch wir Zauberer sind nur ganz normale Menschen und keine verrückten Seelenwanderer, Schamanen mit fragwürdigen Fähigkeiten oder scheinbar Lebensmüde. In diesem Sinne Schere Stein Papier</p>
</td></tr></table>]]></content:encoded>
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		<title>Ist Israel im Recht?</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 13:38:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerGoaner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe 5]]></category>
		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Jakob Hinze]]></category>
		<category><![CDATA[Laura Klaffus]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist Israel im Recht?


Der Konflikt zwischen Juden und Muslimen im Nahen Osten ist so alt wie ihre Zivilisation selbst. Der Staat Israel, 1948 gegründet, ist dabei immer wieder im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen. Seine territorialen Ansprüche stehen im direkten Widerspruch zu denen der Palästinenser, die im Westjordanland und dem berüchtigten Gaza-Streifen angesiedelt sind. Dieser Streifen Land [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table><tr><td><h1 style="text-align: center;">Ist Israel im Recht?</h1>
<p><img class="aligncenter" title="Israel Flagge" src="http://web.me.com/thomastrust/Archiv_2009/DER_GOANER_Archiv_2009/Eintr%C3%A4ge/2009/3/4_Ist_Israel_im_Recht_files/shapeimage_1.png" alt="" width="598" height="354" /></p>
<div>
<p style="padding-top: 0pt;">Der Konflikt zwischen Juden und Muslimen im Nahen Osten ist so alt wie ihre Zivilisation selbst. Der Staat Israel, 1948 gegründet, ist dabei immer wieder im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen. Seine territorialen Ansprüche stehen im direkten Widerspruch zu denen der Palästinenser, die im Westjordanland und dem berüchtigten Gaza-Streifen angesiedelt sind. Dieser Streifen Land an der Küste des Mittelmeeres ist auch Gegenstand der jüngsten Auseinandersetzung zwischen Israel und Palästina: Im Januar dieses Jahres hatten die Israelis eine Militäroffensive gestartet, um die radikal-islamische Hamas, die im Gaza-Streifen regiert, zu stürzen. Grund für die Offensive waren die permanenten Raketenangriffe auf israelisches Gebiet – aus dem Gaza-Streifen von der Hamas durchgeführt. Nach dem Libanon-Einsatz 2006 war es die zweite Militäraktion Israels in nur zweieinhalb Jahren. Sind Israels Kriege im Nahen Osten gerecht? Eine Für- und eine Widerargumentation.</p>
<h2><span style="line-height: 20px;">Ja, sagt Jakob Hinze<br />
</span></h2>
<p>In den Alpen herrscht der Ausnahmezustand! Eine Gruppe militanter Österreicher hat sich an der deutschen Grenze in Verschlägen verbarrikadiert und beschießt nun Südbayern mit selbstgefertigten Raketen. Die österreichische Regierung erklärte daraufhin ihre Unterstützung für die Angreifer. Die Opfer in der bayrischen Zivilbevölkerung seien zwar bisher gering, teilte die Bundesregierung mit. Doch durch den anhaltenden Beschuss sei die Gefahr noch längst nicht gebannt.</p>
<p>Dieses frei erfundene Szenario ist haarsträubend lächerlich. Doch gerade weil es so vollständig absurd ist, lohnt sich ein solches Gedankenexperiment mit dem Angriff Österreichs auf Bayern: Leicht läuft man als Europäer sonst Gefahr, die gleiche Situation anderswo auf der Welt nicht auch mit dem gleichen Maßstab zu messen. Zum Beispiel in Israel. Ein Alltag, wie oben für Süddeutschland entworfen, ist dort seit Jahren bittere Realität.</p>
<p>Im Jahr 2005 hat sich das israelische Militär aus dem Gaza-Streifen zurückgezogen. In der Hoffnung, das Problemgebiet des Nahen Ostens könnte sich in der Folge stabilisieren, wurde mit der verfeindeten palästinensischen Regierung ein Waffenstillstand vereinbart. Doch weder geht es mittlerweile den Menschen im Krisengebiet besser, noch hat sich die Lage für Israel verbessert. Im Gegenteil: Seit die radikale Hamas-Gruppe 2007 im Gaza-Streifen die Macht übernommen hat, leben die Israelis an der Seite eines Gebietes, dessen Regierung sie im bösesten Sinne vernichten will – und daraus noch nicht mal einen Hehl macht. Und seitdem wird der Süden Israels auch immer wieder von Raketen attackiert, die aus dem Gaza-Streifen willkürlich auf israelischen Boden abgefeuert werden. Über eineinhalb Jahre geht das nun schon so! Im Dezember 2008 entschied sich Israel zum Gegenschlag: Um die Hamas zu beseitigen und die permanenten Angriffe auf ihre Bevölkerung zu stoppen, eröffnete das Militär des Landes eine Luft- und Bodenoffensive in Gaza. Ein Schritt mit Folgen: Natürlich konnte es Israel nicht gelingen, bei dieser Aktion nur und ausschließlich hohe Funktionäre der Hamas zu liquidieren. Auch zivile Palästinenser fielen den Angriffen immer wieder zum Opfer. Vor diesem Hintergrund entbrannte nicht nur im Nahen Osten, sondern überall auf der Welt, die heftig umstrittene Frage, ob Israel ein Recht auf ein derartiges Verhalten hat.</p>
<p>Noch einmal sei an dieser Stelle auf die verrückte Idee verwiesen, Österreich könnte Bayern mit eben solchen Raketen beschießen, wie es die Hamas seit 2007 gegen Israel tut. Deutschland – das sei als Faktum hingestellt – hätte sich verteidigt, immerhin hätten die Leben von Bundesbürgern auf dem Spiel gestanden. Und das schon viel früher als nach eineinhalb Jahren. Sich das zu verdeutlichen ist deshalb so wichtig, weil es dabei hilft, zu begreifen, dass Israel – wie jeder andere Staat auf der Welt – das unbestreitbare Recht hat, sich und seine Bürger vor dem Tod zu schützen.</p>
<p>Selbstverständlich kann man die Situation in Europa überhaupt nicht mit der im Nahen Osten vergleichen. Diese Region der Welt ist immer wieder von Krisen, Konflikten und auch Kriegen geplagt worden. Seit der Gründung Israels vor über 60 Jahren kommt die Region nicht mehr zur Ruhe. Der tatsächliche Konflikt zwischen Juden und Muslimen, die seit Jahrtausenden gemeinsam in dieser Gegend leben, ist sogar noch viel älter. Das kleine Israel ist seit jeher eine Insel in Mitten der arabischen Welt. Und in dieser wimmelt es von Staaten, die ihm das Existenzrecht absprechen, allen vorweg der Iran. Dass Israel von der Landkarte getilgt werden müsse, hat niemand geringerer gesagt als der aktuelle iranische Regierungschef Mahmoud Ahmadinejad.</p>
<p>Nichts desto trotz darf man die Rechte einer Nation nicht an ihrer Geschichte oder an ihrer geographischen Lage messen. Das Recht auf Selbstverteidigung gehört definitiv dazu. Mit den Angriffen auf seine Bürger hat Israel eine Legitimation dafür, im Gaza-Streifen einzumarschieren und die Hamas aus dem Weg zu räumen. Dabei sterben – und das soll hier in keiner Weise gutgeheißen werden – auch immer solche Palästinenser, die mit dem eigentlichen Konflikt kein bisschen zu tun haben. Doch darf nicht vergessen werden, dass auch immer wieder Unschuldige bei den Raketenangriffen auf Israel gestorben sind – Raketenangriffe, die weitaus weniger legitimiert waren.</p>
<p>Der Gaza-Streifen ist nicht einmal so groß wie Bremen. Nirgendwo sonst auf der Welt leben auf so wenigen Quadratkilometern so viele Menschen, kaum anderswo sind die Lebensbedingungen schlechter. Wer auch immer in Gaza regiert, was auch immer Israel dagegen unternimmt – solange sich an diesen Zuständen nichts ändert, wird dort kein langfristiger Frieden möglich sein.</p>
<h2>Nein, sagt Laura Klaffus</h2>
<p>Wenn diese Schießerei endet, werde ich nicht zur Schule gehen. (&#8230;) Sie schießen auf Schulen und bringen die Kinder um.“ Diese Aussage stammt von einem kleinen Jungen. Wen er damit meint? Israelische Soldaten. Sie zerstören Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten und Altenheime im Gazastreifen. Als Grund dafür gilt immer wieder, dass führende Hamas-Mitglieder sich dort verbarrikadieren. Der Versuch diese zu eliminieren fordert jedoch auch Opfer aus der zivilen Bevölkerung. Und genau das ist es, wovor dieser Junge Angst hat. Einem großen Teil der palästinensischen Zivilisten geht es ebenso.</p>
<p>Leider wird diese Seite des Krieges von den westlichen Medien viel zu wenig beleuchtet, da im Gegensatz zu Palästina Israel eine funktionierende politische Beziehung zu Europa und den USA hat. Selbstverständlich gibt es immer wieder Bemühungen von europäischer und amerikanischer Seite, die Konflikte beizulegen, doch dies erweist sich als zunehmend unmöglicher. Es ist notwendig, einen eigenständigen Staat Palästina anzuerkennen. Das erzählt man sich bereits seit Jahren. Aber was wird wirklich getan? Es wird geredet. Reden schadet ja keinem, hilft aber auch nicht sonderlich. Und man schmiedet Pläne. Doch wie setzt man einen Plan durch, der immer wieder abgelehnt wird von den Betroffenen?</p>
<p>Welche Frage sich auch stellt: Warum ging es am 14. Mai 1948 so einfach, den Staat Israel auf palästinensischem Gebiet auszurufen und warum kann der Staat Palästina nicht auch eigenständig existieren? Israel wurde in das Herz des ehemaligen Palästina gelegt. Allein die Randgebiete, der Gazastreifen und das Westjordanland, wurden den Palästinensern zugesprochen. Sie können jedoch nicht mal in diesen wirklich gut leben. Seit es den Staat Israel gibt, herrscht dort und vor allem im Gazastreifen Krieg. Oder die Gebiete sind besetzt oder eingezäunt. Lebensmittel und medizinische Versorgung gibt es dort oft nur mit Glück. Wer wird da nicht radikal?</p>
<p>Der Kriegszustand im Nahen Osten wird von Journalisten bereits als chronisch bezeichnet. Er herrscht nun schon seit Jahrzehnten und noch immer ist kein dauerhafter Frieden in greifbarer Nähe. Seit der Gründung des Staates Israel gibt es immer wieder Kriege, Selbstmordattentate und die Reaktionen darauf. Es gibt eine quasi nicht endende Gewaltspirale, die jedoch ab und zu durch Waffenstillstände unterbrochen ist, welche ihrerseits wieder durch erneute Terroranschläge scheitern. Über 3000 Menschen sind bei den Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina in den vergangenen Jahren ums Leben gekommen, die meisten davon auf palästinensischer Seite. Allein seit September 2000 sind es etwa 770 Israelis und 2100 Palästinenser.</p>
<p>2005 gab es große Hoffnungen auf Frieden: Es wurde eine Waffenruhe vereinbart, Palästinenser wurden aus israelischen Gefängnissen freigelassen und am 25. September beendete Israel nach 38 Jahren die Besetzung des Gazastreifen. Der Friedensprozess ist jedoch gefährdet durch den Sieg der extremistischen Hamas bei der palästinensischen Parlamentswahl. Im selben Jahr noch folgten auf die Entführung israelischer Soldaten eine Militäroffensive Israels im Gazastreifen und im Libanon, sowie Raketenabschüsse der libanesischen Hisbollah-Miliz und der Hamas im Gazastreifen auf Israel. Infolge dieser Anschläge wurde der Gazastreifen isoliert.</p>
<p>Seit Mitte 2007 beschießt die Hamas immer wieder die Grenzgebiete zu Israel mit Raketen. Das kann man sich das natürlich nicht gefallen lassen. Aber muss die Antwort immer Krieg heißen? Israels Antwort lautet ja: Am 27.12.2008 kam es zu Angriffen israelischer Kampfjets auf den Gazastreifen. Dort sind seitdem mehr als 1400 Menschen getötet worden und mehr als 5000 verletzt. Mit dieser militärischen Operation und den Bodenangriffen will Israel den andauernden Raketenbeschuss der Grenzorte unterbinden und den Waffenschmuggel in den Gazastreifen stoppen. Momentan herrscht wieder eine Waffenruhe, doch die Frage, wie lange sie dauert und wann der Krieg weitergeht, ist mehr als berechtigt: Die Hamas setzt dem Waffenstillstand ein Limit von 18 Monaten, Israel will sich nicht dazu äußern.</p>
<p>Doch was genau steht dem Frieden im Weg? Warum kann die seit Jahren proklamierte „Zweistaatenlösung“ nicht durchgesetzt werden?</p></div>
</td></tr></table>]]></content:encoded>
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		<title>Charakterkoepfe: Che Guevara</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 13:22:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerGoaner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe 5]]></category>
		<category><![CDATA[Charakterkoepfe]]></category>
		<category><![CDATA[Che Guevara]]></category>
		<category><![CDATA[Revolution]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Ulrich Voelker
Der Mythos der Freiheit
 
Wenn Menschen in jungen Jahren sterben, geraten sie oft in Vergessenheit. Doch es gibt Menschen, denen es schon in dieser Zeit gelungen ist, die Welt zu verändern. Dann werden sie zum Idol einer ganzen Generation, zu einem geheimnisvollen Mythos, der die Menschen prägt. Ein solcher Mensch war Ernesto Guevara [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table><tr><td><p style="padding-top: 0pt; text-align: right;"><em><img class="aligncenter" title="Che Guevara" src="http://web.me.com/thomastrust/Archiv_2009/DER_GOANER_Archiv_2009/Eintr%C3%A4ge/2009/3/4_Charakterk%C3%B6pfe__Che_Guevara_files/shapeimage_1.png" alt="" width="598" height="354" />Von Ulrich Voelker</em></p>
<p style="padding-top: 0pt;"><strong>Der Mythos der Freiheit</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Wenn Menschen in jungen Jahren sterben, geraten sie oft in Vergessenheit. Doch es gibt Menschen, denen es schon in dieser Zeit gelungen ist, die Welt zu verändern. Dann werden sie zum Idol einer ganzen Generation, zu einem geheimnisvollen Mythos, der die Menschen prägt. Ein solcher Mensch war Ernesto Guevara de la Serna, genannt „Che“.</strong></p>
<p>Am 14. Juni 1928 kam dieser in Rosario im Nordosten Argentiniens zur Welt. Seine Eltern lebten zwar in bescheidenen Verhältnissen, doch die Ausbildung ihrer Kinder – Ernesto war der Älteste von fünf Geschwistern – nahm einen sehr hohen Stellenwert ein. Er lernte von seiner Mutter früh das Lesen und begeisterte sich schon als kleiner Junge für europäische Literatur. Bald wurde er politisch geprägt: Während des Spanischen Bürgerkrieges war sein Elternhaus der Treffpunkt für zahlreiche Gegner Francisco Francos, die nach Argentinien geflohen waren. Nach der Trennung seiner Eltern lebte Ernesto in Buenos Aires und begann nach seinem Schulabschluss, Medizin zu studieren. 1951, mittlerweile 23 Jahre alt, unterbrach er sein Studium. Gemeinsam mit seinem Freund Alberto Granado und einem alten Motorrad machte er sich auf, ganz Südamerika zu erkunden. Die Erlebnisse auf dieser Reise prägten sein Leben für immer. Er erkannte, dass die Mehrheit der Menschen auf dem riesigen Kontinent nicht wie er im Wohlstand lebte, sondern um ihr Überleben kämpfen musste. Nachdem er sein Studium beendet hatte, verließ Ernesto 1953 sein Heimatland. Über Ecuador und Costa Rica gelangte er nach Guatemala. Dort traf viele Überlebende des gescheiterten Putsches in Kuba, und auch seine spätere Frau, Hilda Gadea. „Che“, wie er nun genannt wurde, empfand große Bewunderung für den gerade verstorbenen sowjetischen Diktator Josef Stalin, und sah sich in seinen Gedanken bestätigt durch Hilda Gadea, eine peruanische Freiheitskämpferin, die ihn mit den Idealen des Marxismus vertraut machte. Als die sozialistische Regierung Guatemalas mithilfe der USA, die sich von den linken Kräften bedroht fühlten, gestürzt worden war, gelang es Che, nach Mexiko zu fliehen, wo er 1955 Hilda Gadea heiratete. Im selben Jahr lernte er Fidel Castro kennen, schloss sich als Arzt dessen Gruppe von Rebellen an und gelangte im darauffolgenden Jahr nach Kuba. Im langwierigen Guerillakrieg stellte sich schnell heraus, dass Ernesto Che Guevara zu größerem geschaffen war – sein Einsatzwillen und seine taktische Intelligenz machten ihn bald zu einem der wichtigsten militärischen Führer. Mit der Einnahme Santa Claras Ende Dezember 1958 übernahmen die Rebellen die Kontrolle über ganz Kuba. In der ersten Regierung Castros wurde Guevara Leiter der Nationalbank und verstaatlichte nach dem Vorbild der Sowjetunion die kubanischen Unternehmen. Er lebte für seine Ideologie des Sozialismus, die er später unter dem Titel Der Sozialismus und der Mensch in Kuba zu Papier brachte, tat sich als freiwilliger Arbeiter hervor und verzichtete demonstrativ auf jegliche Sonderrechte, die ihm und seiner Familie eingeräumt wurden. Zu der Philosophie des Freiheitskampfes gehörte jedoch nicht nur, den Mitmenschen Gutes zu tun. So war Guevara direkt beteiligt an der Hinrichtung etlicher Gegner seines Regimes, die von den USA unterstützt wurden. Als wirtschaftlicher Repräsentant Kubas reiste er 1960 nach China, Nordkorea sowie in die sozialistischen Staaten Europas und unterzeichnete dort zahlreiche wichtige Handelsverträge. Vom Ausgang der Kubakrise 1962 war Guevara enttäuscht, hätte es doch schließlich seiner Ideologie entsprochen, den erbitterten Kampf gegen die USA bis zum Ende zu führen. Mehr und mehr stellte seine radikale Ideologie einen starken Gegensatz zu Fidel Castros Pragmatismus dar. Er wurde Industrieminister und vollendete nach den Grundfesten der Planwirtschaft die Verstaatlichung der kubanischen Wirtschaft. Deren Umsetzung geriet bald in die Kritik und der Konflikt mit Raúl und Fidel Castro verschärfte sich. Guevara reiste ins Ausland, nach Asien, nach Afrika und nach New York, wo er sich vor den Vereinten Nationen offen zur Gewalt als Mittel der Politik bekannte. Er kritisierte zunehmend die kubanische Führung und nach seiner Rückkehr 1965 trat er von allen Ämtern zurück und verließ Kuba, um im Kongo die sozialistische Revolution zu verwirklichen. Dieses Unternehmen scheiterte und Guevara kehrte noch im selben Jahr nach Kuba zurück. Sein nächstes Ziel war Bolivien. Als Führer der Nationalen Befreiungsarmee führte er einen so erbitterten wie aussichtlosen Kampf. Es gelang ihm nicht, die Landbevölkerung von seinen Idealen zu überzeugen und die Rebellen wurden vom Militär in die Enge getrieben. Am 8. Oktober wurde Ernesto Che Guevara mit seinen 13 noch lebenden Mitstreitern in La Higuera endgültig geschlagen und verhaftet. Am folgenden Tage wurde er hingerichtet.</p>
<p>Mit Guevaras Tod begann eine neue Ära. Sein Leichnam wurde aufgebahrt – viele Menschen sahen in ihm eine ungemeine Ähnlichkeit mit dem Bild des toten Jesus Christus, für sie machte ihn seine Ideologie zu einem Heiligen, der für den „Neuen Menschen“ stand, für den nicht der materielle Wohlstand, sondere die geistige Erfüllung im Vordergrund stand. So wurde Che Guevara trotz seiner Verherrlichung der Gewalt als Mittel zu Gerechtigkeit zu einem Idol, das die Menschheit bis heute bewegt.</p>
<p>Die Rebellen, mit denen Che Guevara vor 50 Jahren in Kuba die Macht übernahm, regieren das Land noch heute. Fidel Castro hat im letzten Jahr nach einem halben Jahrhundert die politische Führung Kubas an seinen Bruder abgeben müssen. Er gilt als der abscheulichsten und verbrecherischsten Diktatoren der Neuzeit. Ernesto Che Guevara hingegen bleibt ein Mythos, und das nicht nur in Kuba, sondern auch in der westlichen Welt. Ganz gleich, wie man ihn objektiv betrachten kann, er ist noch heute ein Symbol für Freiheit und Gerechtigkeit. Denn dazu hat ihn die Geschichte gemacht.</p>
</td></tr></table>]]></content:encoded>
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		<title>Ich hab da mal &#8216;ne Frage&#8230;Frau Freudenstein</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 13:14:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerGoaner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe 5]]></category>
		<category><![CDATA[Ich hab da mal 'ne Frage]]></category>
		<category><![CDATA[Frau Freudenstein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Sie sind Lehrer. Doch was wollten Sie eigentlich werden, als sie klein waren?
Ganz schön viel. Lehrer war schon immer ein Hauptwunsch von mir, weil ich früher mit meinen Schwestern oft Schule gespielt habe. Aber ich wollte auch einmal ein Marionettentheater besitzen. Diesen Wunsch habe ich mir dann mehr oder weniger erfüllt, indem ich, wieder mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table><tr><td><p style="padding-top: 0pt;"><img class="aligncenter" title="Cordula Freudenstein" src="http://web.me.com/thomastrust/Archiv_2009/DER_GOANER_Archiv_2009/Eintr%C3%A4ge/2009/3/4_Ich_hab_da_mal_%E2%80%98ne_Frage%E2%80%A6_Frau_Freudenstein_files/shapeimage_1.png" alt="" width="598" height="354" /></p>
<p style="padding-top: 0pt;"><strong>Sie sind Lehrer. Doch was wollten Sie eigentlich werden, als sie klein waren?</strong></p>
<p>Ganz schön viel. Lehrer war schon immer ein Hauptwunsch von mir, weil ich früher mit meinen Schwestern oft Schule gespielt habe. Aber ich wollte auch einmal ein Marionettentheater besitzen. Diesen Wunsch habe ich mir dann mehr oder weniger erfüllt, indem ich, wieder mit meinen Schwestern zusammen, Marionetten gebastelt und ein Theater aus Bettlaken gebaut habe. Als ich in der ersten Klasse gefragt wurde, was ich werden will, sagte ich: „Kantorin, weil man da so schön regieren kann.“ Ich meinte natürlich dirigieren und das war mir im Nachhinein furchtbar peinlich (schmunzelt). In der zweiten Klasse wollte ich Archäologin werde und habe unseren Garten umgegraben. Danach kam immer im Wechsel Lehrerin und Musikerin, was ich letztendlich beides geschafft habe.</p>
<p><strong>Was war Ihr Lieblingsfach in der Schule – und zu welchen Stunden wären Sie am liebsten gar nicht gekommen?</strong></p>
<p>Mein Lieblingsfach war natürlich Musik. Aber ich mochte auch Kunst sehr gerne. Und Religion, aber erst ab der Oberstufe, wo die Lehrer dann auch wussten, was sie taten.</p>
<p>Aber ein Hassfach? Das war vielleicht Sport, besonders Geräteturnen. Oder schrecklich langweilige Geschichtsstunden. Unser Lehrer hat uns immer ein uraltes Schulbuch gegeben, das wir Kapitel für Kapitel abschreiben mussten, während er draußen irgendetwas organisiert hat.</p>
<p><strong>Was haben Sie als Schüler am meisten an Lehrern gehasst?</strong></p>
<p>Sarkasmus: Ich hatte mal einen Physiklehrer, der war in dieser Beziehung ganz schlimm. Nachdem ein Schüler in unserer Schule vom Treppengeländer abgestürzt war und sich heftig verletzt hatte, nahm er dies als Beispiel, um Fallgeschwindigkeit und Aufprall zu erklären. Oder auch einige Lehrer in der fünften und sechsten Klasse, die nicht wussten, was sie tun sollten.</p>
<p><strong>Was hassen Sie als Lehrer an Schülern?</strong></p>
<p>Wenn Schüler sich selbst als Maßstab nehmen, sich selbst als der oder die Tollste sehen und zum Beispiel in Musik keine Demut vor richtigen Künstlern zeigen. Es gibt auf jedem Niveau noch etwas zu verbessern.</p>
<p><strong>Was würden Sie als ihr größtes Hobby bezeichnen?</strong></p>
<p>Ich habe viele größte Hobbys. Zum einen Musik. Andererseits mache ich auch gerne Skulpturen (sucht nach Worten) … so aus Ton. Und wenn ich dann einmal dazu komme, lese ich auch sehr gerne. Aber das kommt leider nicht so häufig vor; durch die Schule habe ich sehr viel zu tun. In den Ferien hole ich das dann nach.</p>
<p><strong>Angenommen, Sie würden Deutschland für einen Tag regieren. Was würden Sie sofort ändern?</strong></p>
<p>Auf jeden Fall das Schulsystem. Ich würde das finnische Schulsystem einführen.</p>
<p><strong>Wie funktioniert denn das finnische Schulsystem?</strong></p>
<p>Es ist zentral gesteuert; also landesweit werden die gleichen gut ausgearbeiteten und erprobten Lehrpläne angewandt, die gleichen Prüfungen geschrieben. Die Schulen sind sehr gut mit Lehrern und Medien ausgestattet. Das bedeutet: Die Kinder lernen in kleinen Klassen von ungefähr 17 Schülern mit zum Teil zwei Lehrern und auch oft in Projekten oder an Computern. Wenn Lehrer auf Fortbildungen sind, werden sie durch zentral eingesetzte Lehrer vertreten. Das Abitur wird zentral korrigiert; die Lehrer dürfen, aber müssen nicht vorkorrigieren. Und generell ist die Lehrerausbildung viel praktischer. Also „praktisch“ im Sinne von „Praxis“.</p>
<p><strong>Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne dabei gewesen?</strong></p>
<p>Darf ich jetzt schon wieder was mit Musik sagen (schmunzelt)? Ich wäre gerne bei der Uraufführung von Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion dabei gewesen. Vielleicht auch bei der Wiederentdeckung und -aufführung dieser Matthäuspassion von Felix Mendelssohn Bartholdy etwa 100 Jahre später … (denkt nach, auf ein Mal mit Begeisterung:) Oder bei der Skandalaufführung von Strawinskys „Sacre“ (Le Sacre du Printemps) 1913 in Paris!</p>
<p><strong>Was essen Sie am allerliebsten – und was würden Sie nie anrühren?</strong></p>
<p>Ich liebe Salat, besonders Feldsalat. Außerdem gibt es da so ein paar Spezialsalate in meiner Familie zum Beispiel mit Gorgonzola und Walnüssen. Mhh… Was ich niemals anrühren würde? Ich glaube, irgendwelche Innereien, so wie Rinderherz oder Hühnerhirn.</p>
<p><strong>Wohin – in welches Land, in welchen Ort, in welche Stadt – wollten Sie schon immer mal reisen?</strong></p>
<p>Auf jeden Fall nach New York und Tibet. Und nach Dresden – ich war noch nie in Dresden.</p>
<p><strong>Wann waren Sie zum letzten Mal im Kino? Was ist ihr Lieblingsfilm, wer ist ihr Lieblingsschauspieler?</strong></p>
<p>Zum letzten Mal war ich mit meiner ganzen Familie in den „Wilden Hühnern“.</p>
<p>Das war noch 2008. Ansonsten mag ich die Filme von Loriot und den Visconti-Film „Tod in Venedig“. Aber den hauptsächlich wegen der Musik von Mahler, die den ganzen Film unterlegt. Mein absoluter Lieblingsschauspieler ist Charlie Charplin.</p>
<p><strong>Vielen Dank für dieses Interview!</strong></p>
<p><em> Das Interview führten Anne Danker, Laura Stieg, Elisabeth Salzbrunn und Leena Georgi</em></p>
</td></tr></table>]]></content:encoded>
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		<title>Modetoene Teil 1: Schminke &#8211; Die Modekolumne im Goaner</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 08:31:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerGoaner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe 5]]></category>
		<category><![CDATA[Modekolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Pari Shamiszri]]></category>
		<category><![CDATA[Schminke]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Paricher Shamsrizi
Über Geschmack lässt sich nicht streiten – so ein Quatsch! Schon gar nicht wenn es um Mode geht. Deswegen setzt sich unsere Kolumnistin Parichehr (Pari) Shamsrizi ab sofort in jeder Ausgabe mit dem Thema Mode auseinander.
Teil 1: Schminke
Vor zwei Wochen bekam ich von meinem Augenarzt folgende Diagnose: Hornhautentzündung. Das hieß: Vorerst keine Kontaktlinsen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table><tr><td><p style="padding-top: 0pt; text-align: right;"><em><img class="aligncenter" title="Modekolumne" src="http://web.me.com/thomastrust/Archiv_2009/DER_GOANER_Archiv_2009/Eintr%C3%A4ge/2009/3/4_Modet%C3%B6ne_files/droppedImage.png" alt="" width="680" height="183" />Von Paricher Shamsrizi</em></p>
<p style="padding-top: 0pt;"><strong>Über Geschmack lässt sich nicht streiten – so ein Quatsch! Schon gar nicht wenn es um Mode geht. Deswegen setzt sich unsere Kolumnistin Parichehr (Pari) Shamsrizi ab sofort in jeder Ausgabe mit dem Thema Mode auseinander.</strong></p>
<h1>Teil 1: Schminke</h1>
<p>Vor zwei Wochen bekam ich von meinem Augenarzt folgende Diagnose: Hornhautentzündung. Das hieß: Vorerst keine Kontaktlinsen mehr, Augentropfen und am Besten nicht schminken.</p>
<p>Welches Mädchen kennt das nicht, man geht auch mal ungeschminkt auf die Straße. Eine oder zwei Wochen dürften also kein Problem sein. Aber ich muss zugeben, eitel bin ich schon. Wenn Frau erst einmal angefangen hat, sich regelmäßig zu schminken, kommt sie sich nackt vor, so ganz ohne Mascara, Kajal und Make-up. Denn egal was wir sagen, meinen oder behaupten: der erste Eindruck zählt wohl doch. Und das ist leider in unserem Unterbewusstsein gespeichert. Wir wollen eben positiv und als schön auffallen.</p>
<p>Und so konnte ich auch nichts gegen dieses unangenehme Gefühl nach zwei Tagen Brille tragen und ungeschminkt durch die Welt laufen tun. Da hilft auch ein „Aber die Brille steht dir doch gut“ oder „Ach Quatsch, deine Augen sind auch so schön“ nicht besonders. Es ist diese Macht, die mich an der Schminke reizt. Die Macht, mit der, egal ob ich gerade geweint, die Nacht nicht geschlafen habe oder einfach nur furchtbar fertig und krank bin, ich mich schön – ja unangreifbar – fühlen kann. Ein magischer Ego-pusher zum Draufmalen.</p>
<p>Dabei sollte sich Frau gar nicht anhören müssen, dass das alles übertrieben sei. Schließlich ist die Bemalung von Haut schon so alt wie die Menschheit selbst. Die Ägypterinnen waren es circa 2500 v. Chr., die den Kajalstift erfanden und mit dem Antiken Rom kam auch die Wimperntusche aus Kork auf den Markt. Schon vor 4500 Jahren ging es also um Ästhetik.</p>
<p>Wenn wir uns schminken, bleibt es uns selbst überlassen, wie viele Farben wir einsetzen und wozu. Denn Schminke dient nicht nur zur Kaschierung möglicher Makel. Fängt man mal an, Mascara-Werbungen untereinander zu vergleichen, so erkennt man eigentlich überall den Schwerpunkt „Verführung“. Na klar, wir sehen doch mit langen schwarzen Wimpern einfach viel bezaubernder aus – und unschuldig.</p>
<p>Ich weiß nicht wie viele Male mein Mascara mich schon bei Fussballspielen – ich spiele übrigens Fußball – gerettet hat. Ziehe ich meine 20 Zentimeter größere Gegenspielerin bei einem Zweikampf am Trikot, ein klares Foul, konnte ich den Schiedsrichter bis jetzt doch immer mit den „Ich bin doch so unschuldig“-Augen überzeugen, nie auch nur an das Wort „Foul“ gedacht zu haben. Ein wenig Dreistigkeit muss eben sein.</p>
<p>Mit Farbe im Gesicht können wir aber noch viel mehr erreichen als nur unser Ziel, bei anderen gut anzukommen. Schminke hilft, die persönliche Attraktivität zu betonen.</p>
<p>Wenn ich mich für den Alltag schminke, so passe ich mich dabei – wie viele andere auch –  meinem Hauttyp an, um möglichst natürlich auszuschauen.</p>
<p>Aber es toppen auch Kontraste: Nehmen wir Christina Aguileras knallrote Lippen. Oder den Kajalstrich von Amy Winehouse. Knallige Farben sind vielleicht nicht alltagstauglich, denn leider richten wir uns auch in diesem Bereich viel zu oft nach dem Willen der breiten Masse. Denn wir sollten uns bewusst werden: Wie alle auszusehen, wird auf Dauer langweilig. Daher: Mut zu Neuem! Das zeigt die Persönlichkeit und Charakter(-stärke) des Einzelnen.</p>
<p>Ungeschminkt durch den Alltag – das Experiment stehe ich gerade durch. Und ich muss zugeben, jetzt, wo ich die ersten Tage überstanden habe, gewöhne ich mich daran. Es ist ein viel natürlicheres Gefühl und der Haut scheint das auch gut zu tun&#8230;  Aber was sag ich –  wenn ich meine heißgeliebten Kontaktlinsen wieder eingesetzt habe, werde ich wie gewohnt zu meinem allmorgendlichen Schminkritual schreiten. Und sei es nur, um diesen einen Kajalstrich zu ziehen.</p>
</td></tr></table>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Abituäh(r)!!!</title>
		<link>http://goaner.com/wordpress/2009/07/abituahr/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 08:26:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerGoaner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe 5]]></category>
		<category><![CDATA[Abitur]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Seehusen]]></category>
		<category><![CDATA[Volker Stockstrom]]></category>

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		<description><![CDATA[
Von Jan Seehusen
Nach dem Endspurt, der manch einem wie eine halbe Ewigkeit vorkam, ist es nun endlich geschafft: alle Abiturienten haben ihr schriftliches Abi hinter sich! Die aufgestaute Anspannung entlud sich nach unzähligen Sitzungen der Arbeitsgruppen in einem spontanen Bierpong-Spiel am 16. Februar vor dem Schultor. Auch wenn manch ein Französisch-LKler (deren Termin erst am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table><tr><td><p><img class="aligncenter" title="Volker Stockstrom" src="http://web.me.com/thomastrust/Archiv_2009/DER_GOANER_Archiv_2009/Eintr%C3%A4ge/2009/3/4_Abitu%C3%A4h%28r%29%21%21%21_files/shapeimage_1.png" alt="" width="598" height="354" /></p>
<p style="text-align: right;"><em>Von Jan Seehusen</em></p>
<p style="padding-top: 0pt;">Nach dem Endspurt, der manch einem wie eine halbe Ewigkeit vorkam, ist es nun endlich geschafft: alle Abiturienten haben ihr schriftliches Abi hinter sich! Die aufgestaute Anspannung entlud sich nach unzähligen Sitzungen der Arbeitsgruppen in einem spontanen Bierpong-Spiel am 16. Februar vor dem Schultor. Auch wenn manch ein Französisch-LKler (deren Termin erst am 23. war) noch ein ganzes Drittel vor sich hatte, wurde trotzdem schon einmal wacker mitgefeiert.</p>
<p>Nun gilt es nur noch, ein kurzes letztes Semester zu bewältigen und die mündlichen Prüfungen zu überstehen. Dann winkt endlich die heiß ersehnte Freiheit!</p>
</td></tr></table>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sing for Charity &#8211; Das Benefizkonzert am GOA</title>
		<link>http://goaner.com/wordpress/2009/07/sing-for-charity-das-benefizkonzert-am-goa/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 08:20:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerGoaner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe 5]]></category>
		<category><![CDATA[Benefizkonzert]]></category>
		<category><![CDATA[Malina Junge]]></category>
		<category><![CDATA[Paricher Shamsrizi]]></category>
		<category><![CDATA[Sing for Charity]]></category>

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		<description><![CDATA[


„Wir vergessen viel zu oft, wie gut es uns eigentlich geht“
 
Am 3. April 2009 findet am GOA das Benefiz-Konzert Sing for Charity statt. Ein Gespräch mit der Initiatorin
Malina Junge

GOANER: Wie bist du auf die Idee gekommen, ein Benefiz-Konzert zu veranstalten?
Malina: Ich finde, dass wir viel zu oft vergessen, wie gut es uns wirklich geht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table><tr><td><div style="padding: 0px;">
<div>
<p style="padding-top: 0pt;"><img class="aligncenter" title="Sing for Charity" src="http://web.me.com/thomastrust/Archiv_2009/DER_GOANER_Archiv_2009/Eintr%C3%A4ge/2009/3/4_Sing_for_Charity_files/shapeimage_1.png" alt="" width="598" height="353" /></p>
<p style="padding-top: 0pt;"><em>„Wir vergessen viel zu oft, wie gut es uns eigentlich geht“</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Am 3. April 2009 findet am GOA das Benefiz-Konzert Sing for Charity statt. Ein Gespräch mit der Initiatorin</strong></p>
<p><span><strong>Malina Junge</strong><br />
</span></p>
<p><strong>GOANER</strong>: Wie bist du auf die Idee gekommen, ein Benefiz-Konzert zu veranstalten?</p>
<p>Malina: Ich finde, dass wir viel zu oft vergessen, wie gut es uns wirklich geht. Wir sollten viel dankbarer dafür sein, dass wir zur Schule gehen dürfen, ein warmes Mittagessen bekommen, eine Familie haben, in einem Haus wohnen, zum Hockey oder zum Tennis gehen können und abends schließlich in einem warmen Bettchen behütet einschlafen können.</p>
<p>Es gibt Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf dieser Welt, deren Alltag ganz anders aussieht als unserer. Sie können nicht zur Schule gehen und leiden unter qualvollen Hungergefühlen. Oft haben sie keine Familie mehr, weil die Geschwister verhungert, oder die Eltern an einer schlimmen Krankheit gestorben sind; sie haben kein Zuhause, wo sie sich sicher und geborgen fühlen.</p>
<p>All diese Dinge sind so normal, dass wir noch nicht einmal mehr in den Nachrichten darüber hören. Ich finde es falsch, sich einfach damit abzufinden und zu sagen, dass für viele Länder, in denen solche Umstände herrschen, die Hoffnung schon längst verloren ist oder dass man sowieso nichts tun kann – man sollte etwas tun, wenigstens einen kleinen Schritt in die richtige Richtung machen. Wir sollten uns bewusst werden, wie glücklich wir uns schätzen können und in was für guten Verhältnissen wir hier aufwachsen können. Wir sollten uns morgens nicht nur darüber ärgern, dass wir aufstehen müssen, um zur Schule zu gehen, sondern auch daran denken, dass es andere Kinder gibt, die gerne solche Sorgen hätten.</p>
<p>Wir können helfen, auch wenn es noch so kleine Gesten sind. Wir sollten unsere Chance, anderen helfen zu können, einfach wahrnehmen.</p>
<p>Mit Musik kann man so viel ausdrücken. Mit diesem Konzert wollen wir zeigen, dass wir helfen wollen, dass wir diese anderen Menschen nicht aus unseren Gedanken verdrängt haben.</p>
<p><strong>GOANER</strong>: Worauf können wir uns freuen?</p>
<p>Malina: Es wird eine kunterbunte Mischung geben: Pop, Rock. Lehrer, Schüler, Eltern.</p>
<p><strong>GOANER</strong>: Wohin genau werden die Spenden fließen?</p>
<p>Malina: Die Spenden werden an den Verein SADMO (Solidarité pour Actions de Développement au Milieu des Orphelins) gehen. Der Verein SADMO wurde 2001 mit dem Ziel gegründet, das Leid und die Perspektivlosigkeit der Menschen in der kriegsgeplagten Provinz Süd-Kivu im Kongo zu mindern. Er ist vor allem im Großraum der Stadt Bukavu tätig, in den viele Menschen vor den seit 1996 immer wieder ausbrechenden Kriegen und Bürgerkriegen geflüchtet sind. SADMO hat derzeit 20 Mitglieder, die unentgeltlich die Vereinsarbeit unterstützen oder durch einen geringen Monatsbeitrag (1 US-Dollar) fördern.</p>
<p>Projekte, die zur Zeit von SADMO betreut und teilweise finanziert werden sind unter anderem: Der Aufbau einer Grundschule, deren Schülerinnen und Schüler alle Waisenkinder sind, eine Schreinerei zur Berufsausbildung von 15 ehemaligen Kindersoldaten, ein Versorgungs- und Gesundheitszentrum sowie eine Krankenstation und eine Essensversorgung für Kinder.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p style="padding-bottom: 0pt;"><strong>Das Gespräch führe <span>Pari Shamsrizi </span></strong></p>
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